DVD & Blu-ray
Die Schöne und das Biest

Emma Watson und Dan Stevens tanzen. / Foto © Disney

DVD-Kritik

Die Schöne und das Biest • Disney-Märchen fürs Heimkino

  • Artikel vom 14. August 2017

"Die Schöne und das Biest" gibt es jetzt auf DVD & Blu-ray. Wir haben uns Film und Bonusmaterial angesehen – hier unsere Meinung zum Disney-Hit.

Emma Watson als Belle in "Die Schöne und das Biest". Schon diese Meldung stimmte Fans des Disney-Klassikers glücklich. Denn Emma ist nicht nur optisch perfekt für diese besondere Heldin – auch im Charakter gibt's erfreuliche Parallelen bei diesen beiden selbstbewussten und kämpferischen jungen Frauen. Und der Film? Enttäuschte nicht. Dazu gleich mehr – hier erstmal Bewegtbilder.

"Die Schöne und das Biest": Trailer

Schauen, träumen und genießen! Hier kommt der Trailer zur legendären Geschichte von Belle und dem Biest:

"Die Schöne und das Biest" auf DVD & Blu-ray

Der Film: Es war klug, dass die Macher sich beim Dreh des Realfilms eng an die Trickfilm-Vorlage hielten. So kann unbesorgt in den bekannten Bildern geschwelgt werden – von den ersten Szenen im Dorf bis zum Tanz von Belle und dem Biest im Ballsaal. Auch die gewohnten Hits sind zu hören, sympathisch gesungen von Emma & Co. Natürlich wurde hier und da auch ein neuer Song, eine neue Figur und ein kleiner Story-Twist hinzugefügt – die Überraschungseffekte halten sich aber in Grenzen, zumal alles ganz traditionell in üppig-charmanter Disney-Manier umgesetzt wurde.

Kritik: Ein bisschen mehr Mut zur Innovation hätte man sich vielleicht gewünscht (man denke nur an die sensationelle Version von "Dornröschen" mit Angelina Jolie als "Maleficent") – aber so kommen eben alle Traditionalisten auf ihre Kosten und das ist ja nichts Schlechtes. Vor allem, weil jede Rolle perfekt besetzt ist. Nicht nur Emma Watson und der wunderbare Dan Stevens als Liebespaar – Luke Evans als gefährlich eitler Gaston und Josh Gad als LeFou stehen ihnen in gar nichts nach. Ganz zu schweigen von den Superstars wie Emma Thomspon und Ian McKellan, die Teekanne, Uhr und Co. ihre Stimme leihen. Noch ein Tipp zum Schluss: Mindestens die Songs sollte man sich unbedingt im Original gönnen!


© Disney

Bonusmalerial: Sind wir ehrlich – manchmal ist das Interview-Gedöns in der Bonus-Ecke mittelinteressant. Nicht so hier. Allein schon die Drehbuch-Lesung, bei der alle Darsteller mit am Tisch sitzen und die Gesangs- und Tanzleistungen der anderen bestaunen, macht Freude. Faszinierend ist es auch, im Making-of zu sehen, wie die märchenhafte Szenerie in Dorf und Schloss extra für den Film gebaut wurde. Weitere Feaures gibt es zu legendären Musik und zu den Frauen im Film. Dazu entfallene Szenen, Musikvideos und mehr.

"Die Schöne und das Biest" auf DVD: Jetzt bei Amazon kaufen
"Die Schöne und das Biest" auf Blu-ray: Jetzt bei Amazon kaufen

Die Stars und ihre Rollen

Emma Watson spielt Belle

Emma, an die wir uns vermutlich immer ein bisschen als Hermine in den "Harry Potter"-Filmen erinnern werden, war ähnlich hin und weg wie die Fans, als sie erfuhr, dass sie die weibliche Hauptrolle spielen darf. Auf Instagram schrieb sie: "Es fühlt sich fast surreal an, dass ich zu 'Sei mein Gast' tanzen darf ... Meine innere Sechsjährige ist außer sich vor Freude".


© Disney

Dan Stevens spielt das Biest

Noch werden sich einige fragen, wer denn der Mann ist, der den verzauberten Prinzen spielen darf. Doch erstens schätzen Serienfans den Briten schon als Matthew Crawley in "Downton Abbey" und zweitens ist davon auszugehen, dass ihn nach Filmstart fast jeder kennen wird.

Can't wait for you to be our guest.

Ein von Josh Gad (@joshgad) gepostetes Foto am

Weitere Rollen

Kevin Kline spielt Maurice: Kline ("Ein Fisch namens Wanda") gibt den Vater von Belle.
Luke Evans spielt Gaston: Der "Hobbit"-Darsteller ist der eitle Bewerber um Belles Hand.
Josh Gad spielt LeFou: Der Mann, der schon Schneemann Olaf in die Eiskönigin" seine Stimme lieh, spielt Gastons Freund.


© Disney

Ewan McGregor spielt Lumière: Der "Star Wars"-Star führt die Riege der Schauspieler an, die dank dem bösen Zauber über weite Strecken der Geschichte dem belebten Inventar des Schlosses ihre Stimme leihen. Mc Gregor gibt den sympathischen Kerzenständer.
Ian McKellen spielt Herrn von Unruh: Der wunderbare Charakterdarsteller (hallo Gandalf) verkörpert die Uhr.
Emma Thompson spielt Mrs. Potts: Die Britin verwandelt sich in die gemütlich-mütterliche Teekanne.
Stanley Tucci spielt Cadenza: Einer der hochkarätigsten Nebendarsteller Hollywoods ("Der Teufel trägt Prada") mimt eine neu entwickelte Figur, ein Klavier bzw. einen Flügel.

Es wird gesungen

Wer befürchtet hatte, dass mit der Realverfilmung die Songs des Animationsfilmes von 1991 nur noch als instrumentale Untermalung zu hören sein werden, darf aufatmen: Watson und Co. geben die beliebten Lieder (und neue!) mit eigener Stimme zum Besten. Sie schrieb auf Instagram: "Zeit, Gesangsstunden zu nehmen."

Wie gut sie singen kann, zeigt diese Gesangsprobe:

Der Regisseur

Bill Condon hat schon bewiesen, dass er ein Händchen für epische Fantasiedramen hat. Der Amerikaner inszenierte u.a. die ersten beiden "Twilight"-Movies. Ebenfalls auf sein Regiekonto geht der oscarprämierte Film "Dreamgirls".

Last but not least – das wunderschöne Plakat:


© Disney

Autor: Katharina Happ