Umwelt
Eiskristalle

Wunschtraum weiße Weihnacht. - Foto: © picture alliance/Westend61

Schneezauber

Alles über Schneeflocken

  • Artikel vom 31. Dezember 2015

Wie die zarten Schneeflocken entstehen, was sie uns bedeuten und warum wir uns so nach ihnen sehnen.

Schnee ist magisch: Er verzaubert die Landschaft und macht aus ihr ein Winterwunderland. Die Natur versinkt in einem friedlichen Schlaf. Alles ist Harmonie. Das Land liegt vor uns wie ein weißes, unbeschriebenes Blatt. Ermuntert uns, auch einmal rein und ruhig zu werden, keinen trüben Erinnerungen nachzuhängen, keine Sorgen in die Zukunft zu richten. Keine Hektik, kein Stress.

Jetzt, wo das Jahr ausklingt, ist genau die richtige Zeit, einmal innezuhalten, den Augenblick zu genießen, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Trotz der Kälte wärmt der Winter unsere Seele. Die Welt ist entschleunigt, leise, alles klingt gedämpft. Nur das Knirschen und Knarzen unter unseren Stiefeln ist noch zu hören.

Wunschtraum weiße Weihnacht

Der Schnee breitet seine schützende Decke aus über Wiesen und Feldern. Wie schön wäre dieser Anblick auch zu den Festtagen! Weiße Weihnacht - der Wunsch entspricht einer romantischen Vorstellung, die sich in alten Liedern widerspiegelt: "Leise rieselt der Schnee" oder "White Christmas". Allerdings sind die Meteorologen leider eher skeptisch. Laut Deutschem Wetterdienst sind weiße Weihnachten in unseren Gefilden eine Ausnahme. Das gilt besonders für das Flachland. Im Gebirge ist die Wahrscheinlichkeit auf Schneefall höher. München hat von den deutschen Großstädten die größten Chancen, in Hamburg liegt dagegen nur alle neun Jahre an den Festtagen Schnee.

Aber der Winter fängt dieses Jahr erst am 22. Dezember an. Selbst wenn es jetzt noch nichts werden sollte: Im Januar und Februar steigen die Chancen auf das begehrte zarte Gut: den Schnee.

Eine Schneeflocke fällt mit 4 Kilometer pro Stunde zur Erde

Warum ist Schnee weiß?

Die verblüffende Antwort: Schnee ist gar nicht weiß. Er besteht aus gefrorenem Wasser, also lauter Eiskristallen, in denen sich Licht bricht und reflektiert wird, sodass der Schnee weiß erscheint. Neuschnee reflektiert übrigens am stärksten.

Wie entsteht Schnee?

Wenn Wassertröpfchen in Wolken gefrieren, bilden sich winzige Eiskristalle. Fallen sie zur Erde, setzen sich weitere Kristalle fest und werden zu Schneeflocken. Bei null Grad Bodentemperatur oder kälter bleiben sie als Schnee liegen.

Wie bildet sich die Struktur der Eiskristalle?

Kein Kristall gleicht dem anderen. Die unterschiedlichen Formen und Größen hängen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab: Am häufigsten sind sogenannte Dendriten, die wir als sechseckige Sterne wahrnehmen.

Autor: Thomas Kunze