Reisetipps
Kapstadt vom Wasser aus

Kapstadt mit der schönen Waterfront liegt malerisch zu Füßen des Tafelbergs

SAFARI, STRANDURLAUB UND STÄDTEFLAIR

Südafrika – Schatz am Kap

  • Artikel vom 03. August 2018

Feinsandige Strände, wilde Tiere, faszinierende Metropolen und jede Menge Plätze für Genießer: Südafrika, das Land am Kap, sollten Sie sich ansehen!

Elf Stunden dauert der Flug bis nach Südafrika, auf die andere Seite des Globus. Das Beste dabei: Sie haben keinen Jetlag, der Ihnen den ersten Urlaubstag vermiest. Nach der Ankunft in Kapstadt – sehr viele Airlines fliegen diesen Flughafen an – lassen Sie Ihre Uhren einfach so eingestellt wie zu Hause (in der Winterzeit stellen Sie die Uhr eine Stunde vor). So können Sie ganz entspannt dem Tag entgegensehen. Wenn der Wind es zulässt, sollte Ihr erster Ausflug direkt zum Tafelberg führen. Bei guten Wetterbedingungen können Sie mit der Seilbahn bis nach oben auf das markante, wie abgesägte Bergplateau hinauffahren. Die Aussicht über ganz Kapstadt mit den schicken Vororten entlang der Küste ist grandios! Und stimmt Sie ganz sicher bestens auf Ihren Südafrika-Urlaub ein.


Kapstadt von oben – die Fahrt zum Tafelberg hinauf ist nur bei gutem Wetter und wenig Wind möglich

Bummel-Meile am Wasser

Im Zentrum selbst lassen sich viele bunte Häuser entdecken, sie säumen die schmalen Straßen im Viertel Bo-Kaap zu Füßen des Signal Hill, aber auch die traditionsreiche Longstreet im Herzen der Stadt. Einen schönen Kontrast bildet die moderne Victoria & Alfred Waterfront, die angesagte Einkaufs- und Ausgehmeile. Hier kann man in entspannter Atmosphäre durch die Geschäfte bummeln und danach in einem der Restaurants am Wasser frittierten Fisch essen. Apropos Fisch: Das Two-Oceans-Aquarium am Hafen zeigt die Schönheit der Unterwasserwelt von Atlantischem und Indischem Ozean, die am Kap aufeinandertreffen. Absolut sehenswert!


Kapstadt mit der schönen Waterfront liegt malerisch zu Füßen des Tafelbergs


Das Viertel Bo-Kaap ist für seine bunten Häuser berühmt und daher viel fotografiert

Zu Besuch bei den Pinguinen

Doch was wäre der Besuch am Kap ohne Strandleben? Denn Strände vom Feinsten gibt es hier genug! Zu den Top-Badeplätzen gehört der Bloubergstrand, eine kilometerlange, breite Bucht mit feinstem weißen Sand. Sie lädt zu stundenlangen Strandspaziergängen, zum Muschelsuchen und zum Sonnenbaden ein. Schönes Extra: Von hier haben Sie einen einmaligen Blick auf Kapstadt und den Tafelberg. Der perfekte Flecken Erde zum Durchatmen und Entspannen. Hier werden Sie gar nicht mehr wegwollen ...
Ein Strand der ganz besonderen Art ist der Boulders Beach, auf dem eine von drei Pinguinkolonien, die es in Afrika gibt, lebt. Bei den süßen Frackträgern handelt es sich um Brillenpinguine. Sie können die knuffigen kleinen Gesellen von einer hölzernen Plattform aus beim Herumwatscheln beobachten. Der Pinguin-Strand liegt auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung. Es bietet sich an, diese beiden Highlights miteinander zu verbinden. An beiden ist es übrigens auch sehr windig – vergessen Sie trotzdem nicht, sich gut einzucremen, die Sonnenstrahlung ist sehr intensiv an der Südspitze Afrikas.


Niedliche Pinguine bevölkern den schönen kleinen Boulders Beach

City of Gold

Doch weitere Ziele in dem wunderbar vielseitigen Land an Kap rufen. Mit einem knapp 2-stündigen Inlandsflug erreichen Sie Johannesburg, die „City of Gold“. Die Metropole hat sich am Rande des größten Goldvorkommens der Welt entwickelt. Die weltweit tiefste Mine befindet sich heute noch bei „Joburg“, so die Kurzform von Johannesburg. Der Ballungsraum ist 4-mal so groß wie der von London. Bei einer Hop-on-hop-off-Tour im Doppeldeckerbus lassen sich die spannenden Ecken der Stadt am besten entdecken. Zum Beispiel „Ferreira Town“, den alten Minendistrikt, in dem der 2013 verstorbene, erste farbige Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, sein Büro hatte.
Aber auch viel Kunst ist zu sehen, in modernen Galerien und Museen, aber auch direkt auf der Straße in Form von Skulpturen und Graffitis. Neue Stadtviertel, etwa das ehemalige Lagerhausviertel Maboneng, boomen. Immer mehr Künstler und Kreative siedeln sich hier an, das Viertel hat sich zum hippen Treff im berüchtigten Downtown entwickelt. Dieses erfolgreiche Beispiel von Stadtentwicklung tut dem Image von Johannesburg sehr gut.


Maboneng in Johannesburg hat sich zum Künstlerviertel entwickelt ©Foto: Marita Trinius

Amüsiermeile Sun City

Die Gold-Stadt ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Safaris in die Tierreservate wie den berühmten Krüger-Nationalpark – oder auch für eine Tour nach Sun City. Die „Amüsier-Stadt“ ist eine Welt für sich: Sie beeindruckt mit ihren pompösen Hotels, einer künstlich geschaffenen Meereslagune mit Wellengang, ihrem großen Casino und sogar einer eigenen Brauerei. Die ganze Künstlichkeit ist auf ihre eigene Art schon wieder faszinierend. Machen Sie sich am besten selbst ein Bild!


In Sun City in Südafrika ist alles künstlich – sogar die Lagune für die Gäste ©Foto: Marita Trinius

Safari im Pilanesberg-Nationalpark

Die Auswahl an Safaris ist groß. Von Sun City aus ist eine Safari im Pilanesberg-Nationalpark empfehlenswert. Er gehört zwar zu den kleineren Reservaten, doch ist sehr tierreich. Die "Big Five" Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard sind hier zu Hause, ebenso Giraffen, Zebras, Gazellen und Warzenschweine. Mit ziemlicher Sicherheit bekommen Sie wilde Tiere vor die Linse. Und, wie in den anderen Parks auch, fängt der frühe Vogel den Wurm: Zum Sonnenaufgang starten die Ausfahrten im Jeep. Es lohnt sich, im ersten Licht auf Pirsch zu gehen – wenn die Savanne erwacht. Zwischen hohen Gräsern, Wasserlöchern und sanften Hügeln warten unvergessliche Tierbeobachtungen.


Klein, aber fein: Der Pilanesberg-Nationalpark bei Sun City bietet tolle Safari-Erlebnisse ©Foto: Marita Trinius

Extra-Tipp: Auf den Spuren der Apartheid

Die Apartheid ist unwiderruflich mit Südafrika verbunden. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte nach Liliesleaf bei Johannesburg fahren. Hier fanden Geheimtreffen von Verbündeten im Kampf gegen die Apartheid statt. Im Juli 1963 wurden 18 von ihnen bei einer Razzia gefangen genommen und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Der Prozess erregte weltweit Aufsehen. Die heutige Museumsstätte dokumentiert spannend den Weg der Gruppe.


Die Museumsstätte Liliesleaf bei Johannesburg dokumentiert den Apartheidskampf ©Foto: Marita Trinius

Reise-Infos

Rundreise: GLOBISTA hat die Rundreise „Südafrika“ im Programm. 10 Tage, inkl. Flug nach Kapstadt/zurück ab Johannesburg, Inlandsflug, Frühstück, Ausflugspaket i.W.v. 250 € sowie Transfers, ab 999 €. Telefon: 07 21/61 90 66 55 oder www.globista.de
Beste Reisezeit: Für eine Safari eignen sich die Monate Juli bis Oktober, für Südafrikas Südküste bieten sich unser Herbst, Winter und Frühjahr an, am trockensten und wärmsten ist es von Dezember bis Februar.
Fremdenverkehrsamt: South African Tourism, Telefon: 08 00/1 18 91 18 (kostenlos), E-Mail: info.de@southafrica.net, Internet. www.dein-suedafrika.de

Autor: Marita Trinius

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